
Es gibt wärme Tage als diese Osterferien im April. Um die 7 Grad und ein heftiger Wind – eher ein milder Winter als ein Frühlingsanfang. Ich habe im Vorfeld alle Foren studiert und bin auf Steinbutt vorbereitet.
Abends zieht es mich an den Strand.
Starke Brecher und ein lang auslaufendes Wasser zum Strand, das immer wieder fast trocken fällt. Hier sollte man sich aus Sicherheitsgründen als Steinbutt auf keinen Fall aufhalten – das haben die Butte auch gedacht.

Nach Anleitung von Senja Furbo auf Dr. Catch habe ich mir eine Montage gebaut. Ein Blinker mit Haken und eine Doppelhakenmontage mit Viererhaken als Nachläufer. Dazu lecker Hering mit Bait Elastic gesichert und ein paar bunte Perlen als Lockmittel und für leichten Auftrieb.
Neuer Anlauf: Der Sonnenaufgang soll ja eine gute Zeit sein.
In der Rinne zwischen der ersten Sandbank und der Uferzone soll es gut sein – mein erstes Ziel. Der Wind ist wieder heftig und die Strömung so stark, das mein Blinker immer wieder wild in der Strömung herumgeworfen wird. Mein Gefühl: das ist es nicht – und das war es dann auch nicht.

Ich will nicht aufgeben
Morgens ist wenig Wind angesagt. Eine neue Strategie: mit dem 80g Buttlöffel über die Brandungsbrecherzone hinaus und dann… auch das klappt nicht. Die Strömungen sind einfach immer noch zu stark. In kürzester Zeit liegt der Löffel schon wieder fast am Strand. Dann verliere ich auch noch meinen Nachläufer – shit!
Es will sich einfach nicht das richtige Wetter einstellen.
Ostwind ist die Windrichtung die ich brauche, weiß unser einheimischer Nachtbar. Dazu steigendes Wasser und ein schöner Sonnenaufgang – oh man, das wär es gewesen. Meine Urlaubszeit läuft aber unaufhaltsam ab. Erst einmal darf ich bei einer wärmenden Tasse Tee noch ein bisschen weiter träumen von meinem ersten Steinbutt.
